Seite wählen

*Werbung* – in eigener Sache 😉

Manchmal gibt es Dinge, über die man selbst viel zu wenig spricht. Dazu gehört bei mir eindeutig „Skandinavischer Häkelzauber“.

Das Buch ist inzwischen seit einiger Zeit erschienen, aber wenn ich mir die Projekte darin anschaue, denke ich immer wieder: Eigentlich müsste ich euch das Buch viel öfter zeigen! Denn darin steckt ziemlich viel von dem, was auch meinen eigenen Häkelstil ausmacht: besondere Muster, natürliche Farben, ein bisschen Hygge – und vor allem die Idee, dass Häkeln unglaublich vielseitig sein kann.

Deshalb möchte ich euch heute einmal mit hinter die Kulissen nehmen und euch zeigen, was sich zwischen den Buchdeckeln eigentlich alles versteckt.

Ein Häkelbuch mit meiner Handschrift

Das Buch ist in Zusammenarbeit mit Inga Borges entstanden. Der größte Teil der Designs in diesem Buch stammt allerdings von mir. Dadurch trägt „Skandinavischer Häkelzauber“ ganz deutlich meine Handschrift.

Dabei war mir von Anfang an wichtig, nicht einfach nur eine Sammlung hübscher Häkelprojekte zusammenzustellen. Ich wollte zeigen, wie unterschiedlich Häkeln aussehen kann und was du mit verschiedenen Mustern und Techniken alles anfangen kannst.

Deshalb findest du im Buch nicht nur Wohnaccessoires, sondern auch Blumen, Amigurumi, Babyspielzeug und Weihnachtsdekoration.

Und genau diese Mischung macht das Buch für mich bis heute besonders.

Lust auf einen umfangreichen Einblick in mein Buch ‚Skandinavischer Häkelzauber‘? Dann mal los!

Bevor es ans Häkeln geht

Damit auch weniger erfahrene Häklerinnen direkt loslegen können, beginnt das Buch mit einem ausführlichen Grundlagenteil.

Dort werden die verschiedenen Häkeltechniken und Maschen erklärt, die später in den Anleitungen benötigt werden – von festen Maschen und Stäbchen bis zu weiteren speziellen Techniken, wie z.B. Relief-Stäbchen.

Auch Stickstiche, die bei einigen Projekten zum Einsatz kommen, werden erklärt. Dazu gibt es eine Übersicht der verwendeten Abkürzungen und eine Erklärung der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade.

Du kannst also tatsächlich erst einmal ganz in Ruhe die Grundlagen anschauen und dich anschließend an die Projekte wagen.


Skandinavisch wohnen und dekorieren

Im ersten Kapitel wird es gemütlich – und hier steckt schon ziemlich viel von dem Gedanken drin, der sich durch das gesamte Buch zieht. Aus diesem Kapitel stelle ich dir drei ganz unterschiedliche Modelle vor – denn alle, wären etwas zu viel 😉

Ein Filzkorb zum Selbermachen

Eines meiner Lieblingsprojekte aus diesem Kapitel ist der große Filzkorb.

Und das liegt vielleicht auch daran, dass ich vor diesem Buch selbst noch nie etwas gefilzt hatte. Ich war einfach neugierig, was passiert, wenn man ein gehäkeltes Stück aus Wolle anschließend in die Waschmaschine steckt. 😉

Wenn du bisher immer nur fertige Filzprojekte gesehen hast und diese Technik einfach mal selbst ausprobieren möchtest, dann ist so ein gehäkelter und anschließend gefilzter Korb eine schöne Möglichkeit, sich an diese Technik heranzuwagen.

Kleiner Spoiler: Das Ergebnis sieht nach dem Filzen tatsächlich ganz anders aus als das ursprüngliche Häkelstück. Auf jeden Fall ne Menge kleiner.

Küchentücher, die mehr können

Ein weiteres wichtiges Projekt in diesem Kapitel sind die Küchentücher. Solche gehäkelten oder gestrickten Tücher findest du in Skandinavien fast überall und daher gehören sie auch in dieses Buch.

Davon gibt es gleich vier Stück – und jedes verwendet ein anderes Muster.

Warum ich die Küchentücher so wichtig finde? Weil sie das Musterkonzept des Buches wunderbar zeigen.

Die verschiedenen Muster tauchen nämlich nicht einfach nur einmal auf und verschwinden danach wieder.
Jedes Muster wird – mit wenigen Ausnahmen – in zwei unterschiedlichen Projekten verwendet.

Du kannst also beispielsweise ein Muster zunächst an einem überschaubaren Projekt wie einem Küchentuch ausprobieren und, nachdem du das Muster beherrschst, an dem nächsten Projekt weiter anwenden.

Aus einem Muster kann so beispielsweise eine Kissenhülle, eine Weihnachtskugel oder ein Anhänger werden.

Ich mag diese Idee sehr, weil sie zeigt, dass man beim Häkeln nicht immer streng in einer einzelnen Anleitung denken muss. Ein Muster kann viel mehr sein als nur das Projekt, für das es ursprünglich verwendet wurde. Du kannst aus den unterschiedlichen Mustern auch einfach ein Rechteck häkeln und daraus dann einen Kürbis formen. Das werde ich dir in diesem Herbst auf jeden Fall noch zeigen, wie einfach und dekorativ das sein kann.

Und genau das wollte ich mit diesem Buch zeigen:
Häkeln kann unglaublich vielfältig sein.

Und falls du diese wirklich praktischen Tücher verschenken willst, dann schau gerne in diesem Beitrag vorbei. Da findest du tolle Banderolen zum Download.

Mein Wandkranz – drei Materialien, eine Idee

Ein weiteres Projekt aus diesem Kapitel ist der Wandkranz.

Hier wollte ich bewusst unterschiedliche Materialien miteinander kombinieren:

Holz, Acrylwolle und Baumwolle.

Die Holzkugeln bringen ihre natürliche, glatte Oberfläche mit, die Pompons sorgen für eine ganz andere, weiche und kuschelige Haptik und die gehäkelten Kugeln setzen mit ihrer Struktur noch einmal einen eigenen Akzent.

Bei meinem eigenen Kranz habe ich die Farben bewusst an den Holzton der Kugeln angepasst. Dadurch wirkt er eher ruhig und natürlich und passt wunderbar zum skandinavischen Gedanken des Buches.

Aber genau hier kann man das Projekt auch völlig anders interpretieren.

Ich kann mir den Kranz nämlich genauso gut komplett bunt aus verschiedenen Wollresten vorstellen.

Und genau das finde ich spannend: Das Grunddesign bleibt gleich, aber durch die Wahl der Farben und Materialien kann daraus etwas vollkommen anderes entstehen.

Von schlicht und skandinavisch bis fröhlich und farbenfroh.


Hyggelige Blütenträume

Im nächsten Kapitel wird es floral – allerdings nicht mit klassischen gehäkelten Blumen.

Ich habe mich hier ganz bewusst für Trockenblumen entschieden.

Baumwollsamen, Mohnkapseln und Trommelschlägel lassen sich wunderbar mit dem skandinavischen Stil verbinden. Ihre eher natürlichen Formen und gedeckten Farben passen zu dem Farbschema, das wir für das Buch gewählt haben.

Und gleichzeitig sind sie ein schönes Beispiel dafür, dass man mit Häkelgarn nicht unbedingt etwas herstellen muss, das auf den ersten Blick nach „gehäkelt“ aussieht.

Gerade solche Projekte mag ich besonders.


Das drollige Schlenkertrio

Und dann kommen drei ganz besondere Bewohner des Buches: Bär, Elch und Hase.

Alle drei sind Schlenkertiere mit langen Armen und Beinen.

Die Idee dahinter hatte ich schon ziemlich genau vor Augen: Ich musste an Kinder denken, die draußen in der schwedischen Natur unterwegs sind und ihr liebstes Kuscheltier überallhin mit hin nehmen.

Und wie das bei Kindern eben so ist, wird der arme Kuschelfreund irgendwann nicht mehr unbedingt am Körper getragen, sondern einfach an einem Arm, einem Bein oder – beim Hasen – an den langen Ohren hinterhergezogen.

Ein bisschen romantische Schwedenfantasie darf beim Entwerfen schließlich auch dabei sein. 😉

Die drei Tiere haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, sind aber vom Grundgerüst her sehr ähnlich aufgebaut.

Mein Bär Ole

Mein persönliches Lieblingsprojekt aus diesem Kapitel ist Bär Ole.

Ich wollte etwas ausprobieren, das ich so bei gehäkelten Tieren noch nicht besonders häufig gesehen hatte: einen Kopf, bei dem die Schnauze nicht einfach separat angenäht wird.

Stattdessen wird die Form des Gesichts durch gezielte Zu- und Abnahmen geformt und direkt herausgearbeitet.

Das war für mich ein wichtiger Teil des Designs – und genau deshalb ist Ole für mich auch das persönlichste Projekt im Buch. Er ist nicht einfach nur ein kleiner gehäkelter Bär, stattdessen steckt in ihm ziemlich viel von meiner eigenen Vorstellung drin, wie ein Amigurumi aussehen kann. Die beiden anderen Tiere folgten dann dieser Grundidee.


Hyggelige Babyzeit

Dieses Kapitel stammt von Inga Borges, die ihr vielleicht als Frau Line kennt.

Hier wird es noch einmal besonders niedlich: mit einem Greifring mit Walfisch, einem Stapelturm und einem Rasselspaß.

Besonders die Rassel finde ich spannend, weil sie eben nicht wie die klassischen Rasseln aus Holz ist – und dadurch ein gewisses Verletzungspotential aufzeigt (ich weiß, wovon ich rede, ich arbeite in einer Kita ;)), sondern eben gehäkelt und somit nicht als Keulenersatz in Frage kommt und falls doch, dann passieren kleinen Kinderköpfen nichts.

Durch kleine eingearbeitete Rasseldöschen können auch diese hervorragend das tun, was sie sollen, nämlich lustige Geräusche produzieren.


Weihnachten im nordischen Flair

Natürlich darf bei einem skandinavischen Häkelbuch auch Weihnachten nicht fehlen.

Hier findest du einen kleinen Tannenbaumanhänger, Pinienzapfen und vier umhäkelte Weihnachtskugeln mit unterschiedlichen Mustern.

Und gerade bei den Weihnachtsprojekten wird das Musterkonzept noch einmal besonders schön sichtbar: Muster, die man vielleicht schon bei einem anderen Projekt kennengelernt hat, tauchen hier wieder auf und bekommen plötzlich eine ganz andere Wirkung.

Der Pinienzapfen, der mich Nerven gekostet hat

Über ein Projekt aus diesem Kapitel muss ich allerdings noch etwas erzählen: den Pinienzapfen. Der hat mir nämlich wirklich einiges abverlangt. 😂

Mein Ziel war nicht einfach, irgendeinen gehäkelten Zapfen zu entwerfen. Die einzelnen Schuppen sollten versetzt liegen und nicht einfach übereinander. Bis ich die Form so hatte, wie ich sie mir vorgestellt hatte, habe ich ziemlich lange daran herumgetüftelt. Aber irgendwann war er da.

Und das Ergebnis macht mich bis heute stolz – nicht zuletzt, weil der gehäkelte Pinienzapfen tatsächlich ungefähr die Größe eines echten Pinienzapfens hat.

Er ist übrigens das beste Beispiel dafür, dass hinter einem scheinbar einfachen Häkelprojekt manchmal erstaunlich viel Entwicklungsarbeit steckt.


Was ich an „Skandinavischer Häkelzauber“ besonders mag

Wenn ich heute auf das Buch zurückblicke, ist es vor allem die Vielfalt, die ich daran mag.

Es gibt Muster zum Ausprobieren, Wohnaccessoires, Blumen, Amigurumi, Babyspielzeug und Weihnachtsdeko.

Aber noch wichtiger ist für mich die Idee dahinter:

Ein Häkelmuster muss nicht auf ein einziges Projekt festgelegt sein.

Du kannst ein Muster kennenlernen, es an einem kleinen Projekt üben und anschließend ganz anders einsetzen.

Und genau das war einer meiner großen Wünsche bei diesem Buch: zu zeigen, wie viele Möglichkeiten im Häkeln stecken.
Man kann mit Farben, Materialien, Mustern und Formen spielen und aus derselben Grundidee etwas völlig Unterschiedliches entstehen lassen.

Vielleicht ist genau das auch der Grund, warum ich „Skandinavischer Häkelzauber“ heute noch einmal so gerne aus dem Regal holen wollte. Denn zwischen den Buchdeckeln steckt viel mehr als nur skandinavische Dekoration.

Da steckt ganz viel Häkeln drin. ❤️

Lust bekommen, selbst loszulegen?

Wenn du Lust auf skandinavisch inspirierte Häkelprojekte, neue Muster und ein bisschen Hygge hast, findest du in „Skandinavischer Häkelzauber“ 20 unterschiedliche Anleitungen auf 128 Seiten.

Falls du das Buch besitzt und schon etwas daraus gehäkelt hast, dann würde ich mich über dein Feedback sehr freuen! ♥


Weitere Inspirationen und Häkelanleitungen findest du auf meinem Blog oder auch bei Instagram.


Lust auf weitere Häkelbücher?

Diese Bücher habe ich selbst zu Hause und kann sie dir sehr ans Herz legen:

Häkelbuch Ella, Eddie & Erik
romantische Blumen häkeln - Häkelbuch