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Hand aufs Herz: Wie viele Garnreste hast du zu Hause, die eigentlich viel zu schade zum Wegwerfen sind? Diese kleinen Knäuel, halben Bällchen und winzigen Fädchen, bei denen man sich jedes Mal denkt: Das kann ich bestimmt irgendwann noch gebrauchen. Genau so geht es mir – oder besser gesagt: ging – es mir auch. Ich habe über die Jahre eine riesige Sammlung angesammelt und sogar die allerkleinsten Garnreste aufgehoben. Denn man weiß ja nie …

Aber irgendwann kommt der Moment, in dem aus „das hebe ich noch auf“ ein ziemlich großer Vorrat wird. Und genau an diesem Punkt bin ich angekommen. Meine Sammlung soll jetzt endgültig aufgelöst werden – oder zumindest deutlich kleiner werden. Deshalb ist mein neuer „kleine Erinnerungen – Beutel“ entstanden: ein Projekt, in dem ich fast alle meine kleineren Reste verhäkelt habe. Und ich kann dir schon sagen: Es hat nicht nur unglaublich Spaß gemacht, sondern mir auch gezeigt, wie viel Schönheit in vermeintlich zufälligen Resten steckt.

Die größeren Reste verwerte ich gerade in meinem Häkel-ABC 😉 . Also habe ich für diese Reste auch eine sinnvolle Verwendung gefunden.

Warum Garnreste überhaupt so wertvoll sind

Garnreste sind viel mehr als nur übrig gebliebenes Material. Sie sind kleine kreative Chancen. Wenn du deine Reste aufbewahrst, kannst du spontan Details ergänzen, Farbakzente setzen oder Mini-Projekte umsetzen, ohne extra neues Garn kaufen zu müssen. Gerade für Applikationen, kleine Geschenke, Granny Squares, Anhänger oder dekorative Streifen sind Restegarne ideal. Viele Handarbeitsblogs empfehlen außerdem, Garnreste nach Stärke zu sortieren und bei Projekten mit mehreren Farben, bewusst einzusetzen – gerade dadurch entstehen oft besonders lebendige und individuelle Stücke. Eine Küchenwaage kann dabei helfen, kleine Mengen besser einzuschätzen, und übersichtlich gelagerte Reste werden tatsächlich häufiger verwendet. Soweit die Theorie, getestet habe ich das selbst so noch nicht.

Die Nachteile: Warum Garnreste auch ganz schön anstrengend sein können

So charmant Garnreste auch sind – sie haben eindeutig das Talent, sich unbemerkt in ein kreatives Chaos zu verwandeln (siehe meine Restekiste ;)). Lose Fäden verknoten sich, Banderolen verschwinden, und irgendwann weiß man weder Garnstärke noch Material oder Restmenge. Genau dann wird aus dem „Schatz“ schnell eine Kiste, die man lieber nicht öffnet. Dazu kommt: Viele kleine Farbwechsel bedeuten oft auch viele Fäden zum Vernähen. Und nicht jeder Rest lohnt sich wirklich. Manchmal ist Loslassen eben auch eine Form von Ordnung. Zum Glück habe ich fast nur Baumwollgarn mit der selben Lauflänge, wenn ich mir vorstelle, ich hätte noch andere Garnreste, das würde mich endgültig ins Chaos stürzen.

So kannst du Garnreste sinnvoll sortieren und aufbewahren

Wenn du möchtest, dass deine Garnreste nicht nur gesammelt, sondern auch wirklich verwendet werden, brauchst du kein perfektes System – aber ein einfaches. Besonders praktisch ist es, Restegarne grob nach drei Kriterien zu ordnen: nach Garnstärke, nach Material und nach Größe der Restmenge. Mini-Reste kannst du in Gläsern, Dosen oder kleinen Beuteln sammeln, kleine bis mittlere Knäuel in durchsichtigen Boxen oder beschrifteten Körben. Größere Reste dürfen ruhig ein eigenes Fach bekommen, denn sie reichen oft schon für ein kleines Projekt. Hilfreich ist auch, lose Fäden neu aufzuwickeln und, wenn möglich, mit kleinen Notizen zu versehen: Material, Farbe, eventuell Lauflänge oder geschätztes Gewicht. Transparent gelagerte Reste sind nicht nur ordentlicher, sondern inspirieren auch viel schneller zu neuen Ideen.

Ich selbst habe einen Schuhkarton, indem ich Reste aufhebe, die wirklich eher klein sind. Einzelne Fäden entsorge ich tatsächlich direkt. Ich weiß aber, es gibt auch Menschen, die diese Reste in Gläsern sammeln und zum Ausstopfen von Amigurumi verwenden. In Kombination mit Füllwatte. Aber irgendwo muss ich ja auch eine Grenze ziehen. Größere Reste hebe ich farblich sortiert in Baumwollbeuteln auf.

Mein Problem war jetzt nur, dass ich bis vor zwei Jahr eigentlich nur eine Sorte Baumwollgarn hatte – dann kam die Umstrukturierung von Schachenmayr. Das Garn gibt es jetzt zwar wieder, aber während der Umstrukturierungsphase musste ich auf andere Hersteller umschwenken. Was wiederum bedeutete, ich wollte mich da auch erstmal durchprobieren. Für meine Buchprojekte oder für Projekte in der Zeitschrift Anna musste ich wiederum zwei unterschiedliche Garne nutzen. Muss ich noch schreiben, dass diese Tatsachen mittlerweile zu einem Chaos geführt haben? Denn ich habe natürlich NICHT die Banderolen dazu aufgehoben oder mir Notizen gemacht und jetzt war ich genervt und die Reste müssen weg!

Welche Projekte sich perfekt für deinen Restevorrat eignen

Die gute Nachricht: Für Garnreste gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Mini-Reste eignen sich wunderbar für kleine Blumen, Schlüsselanhänger, Amigurumi-Details, Geschenkverzierungen oder Lesezeichen. Etwas größere Reste kannst du in Untersetzer, Topflappen, Wimpelketten, Abschminkpads, Scrunchies oder kleine Taschen verwandeln. Besonders beliebt sind auch Granny Squares, denn dafür brauchst du oft nur wenige Meter pro Farbe – und am Ende kann daraus eine Decke, ein Kissen, ein Tischläufer oder eben eine Tasche entstehen. Wenn du lieber strickst, sind Restesocken, Schals mit Kontraststreifen, Mützen oder Patchwork-Projekte tolle Möglichkeiten. Genau diese Vielfalt macht Restegarn so spannend: Du musst nicht perfekt planen, sondern kannst dich von Farbe zu Farbe treiben lassen.

Mich würde wirklich interessieren, wie du deine Garnreste aufbewahrst oder was du so aus Restwolle häkelst oder strickst. Wenn du magst, schreib es gerne in die Kommentare ♥

Mein „kleine Erinnerungen – Beutel“: fröhlich, bunt und endlich befreiend

Für mich ist dieser Beutel mehr als nur ein neues Häkelprojekt. Er war eine kleine Befreiungsaktion. Ich wollte nicht länger auf den „perfekten Moment“ warten, um meine winzigen Garnreste zu verwenden. Also habe ich mir ganz bewusst ein Projekt ausgesucht, das genau von dieser Buntheit lebt. Für den Boden habe ich eine Grundfarbe gewählt: Blau. Das hat dem Ganzen sofort einen ruhigen Anfang gegeben und eine stabile Basis geschaffen. Danach habe ich immer einen Restfaden so lange verhäkelt, bis die Farbe leer war – und dann direkt mit der nächsten weitergemacht.

Ganz bewusst habe ich die Farbwechsel mitten in einer Runde entstehen lassen. Ich wollte gerade nicht, dass die Übergänge streng untereinanderliegen oder zu ordentlich wirken. Genau dieses freie Wechseln macht für mich den Reiz aus: Die Tasche sieht lebendig aus, spontan und voller kleiner Überraschungen. Jede Farbe hatte ihren kurzen Auftritt, manche nur für ein paar Maschen, andere etwas länger. Und genau daraus ist am Ende eine sommerlich fröhliche Tasche entstanden, die gute Laune macht und gleichzeitig meine Restekiste spürbar geleert hat.

Was ich an solchen Restprojekten besonders liebe: Sie erzählen eine Geschichte. Vielleicht steckt in einem Farbabschnitt noch ein Stück Erinnerung an ein Geschenk oder ein Lieblingsprojekt. So wird aus vielen kleinen Übrigbleibseln etwas völlig Neues. Nicht geschniegelt, nicht geplant, sondern charmant, individuell und ehrlich. Und vielleicht ist genau das der schönste Vorteil von Garnresten: Sie zwingen dich nicht zur Perfektion, sondern laden dich zum Ausprobieren ein.

Fazit: Dein Vorrat ist keine Last, sondern ein Anfang

Wenn du also auch so eine Kiste, einen Korb oder gleich mehrere Beutel voller Garnreste hast: Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, dich endlich daran zu wagen. Du musst nicht erst auf das perfekte Projekt warten. Manchmal reicht eine Grundidee, eine schöne Basisfarbe und die Bereitschaft, dich auf das einzulassen, was entsteht. Garnreste können chaotisch sein, ja. Aber sie können auch überraschend inspirierend, nachhaltig und wunderbar kreativ sein. Vielleicht liegt in deinem Vorrat nicht nur altes Garn – sondern schon dein nächstes Lieblingsprojekt.

Kleine Erinnerungen – Beutel

Falls du auch deine Reste loswerden möchtest, schreibe ich dir hier kurz auf, wie ich meinen Beutel gehäkelt habe.

Die Anleitung dient nur der Orientierung, du kannst das alles so gestalten, wie es für dich passt. Wenn dir der Boden zu groß ist, dann höre vorher mit den Zunahmen auf und häkle nur noch in die Höhe.

Auch den Taschengurt kannst du anders gestalten. Meiner sollte eigentlich auch einfarbig werden, aber mein blaues Garn war leer und ich hatte kein weiteres Knäuel.

📌 Rechtliche Hinweise! – Bitte beachten!

BITTE BEACHTE: Alle meine Anleitungen auf dieser Website, sowie Teile davon, dürfen ohne mein vorheriges schriftliches Einverständnis nicht kopiert, reproduziert, abgeändert, verkauft oder/und weiterverkauft, getauscht, veröffentlicht und/oder in eine andere Sprache übersetzt oder anderweitig verändert werden – weder online, digital, noch gedruckt. Das Kopieren, Verbreiten oder die sonstige Verwendung von Bild- und Textmaterial ist ebenfalls nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung gestattet.© TOTAL verhäkelt – Silke Guhlmann – Alle Rechte vorbehalten.

Material

  • 2 oder 3 Knäuel Baumwollgarn (LL 125 m/50 g) in einer Farbe für den Baden und den Taschenhenkel
  • viele bunte Reste (ebenfalls Baumwolle in gleicher LL)
  • Häkelnadel Ø 2,5 mm
  • Wollnadel zum Vernähen
  • Schere

Tipps & Tricks

  • Versuche möglichst fest zu häkeln, damit der Boden deiner Tasche auch was aushalten kann.
  • Es wird überwiegend in Spiralrunden gehäkelt. Das bedeutet, du häkelst direkt in die erste Masche der Vorrunde weiter. Daher ist es wichtig, dass du dir den Rundenanfang mit einem Maschenmarkierer kennzeichnest oder die neue Runde mit einem kontrastfarbigen Faden markierst. Das ist hier nur beim Boden wichtig, sobald du in die Höhe häkelst ist es egal.
  • Ich häkle X-Maschen, da sie für mich das schönere Maschenbild ergeben.
  • Wenn du eine neue Farbe anfängst, ist es sinnvoll, den neuen Faden anzuknoten und die Restfäden direkt mit einzuhäkeln, dann kannst du dir das Vernähen später sparen. Da du eine Tasche häkelst, ist es sinnvoll, den Faden über ein längeres Stück einzuhäkeln, damit sich später, bei Belastung, nichts löst.

Falls dir die Häkelabkürzungen nicht geläufig sind, kannst du diese im Blogbeitrag ‚Meine Häkelabkürzungen‘ nachlesen. Dort kannst du dir meine Tabelle auch als PDF Datei herunterladen.

Taschenboden

Häkle den Taschenboden in der Farbe deiner Wahl. Schlage 60 Lm an und häkle ab der 2. M von der Nd wie folgt um die Lm-Kette herum:

1. Rd: 58 fM, 3 fM in die letzte M, dann auf der Rückseite der Lm-Kette zurückhäkeln, 57 fM, 1 fM zun [120]
2. Rd: 1 fM zun, 57 fM, 3x 1 fM zun, 57 fM, 2x 1 fM zun [126]
3. Rd: 1 fM, 1 fM zun, 57 fM, (1 fM, 1 fM zun) x3, 57 fM, (1 fM, 1 fM zun) x2 [132]
4. Rd: 1 fM, 1 fM zun, 1 fM, 57 fM, (1 fM, 1 fM zun, 1 fM) x3, 57 fM, (1 fM, 1 fM zun, 1 fM) x2 [138]
5. Rd: 3 fM, 1 fM zun, 57 fM, (3 fM, 1 fM zun) x3, 57 fM, (3 fM, 1 fM zun) x2 [144]

6. Rd: 2 fM, 1 fM zun, 2 fM, 57 fM, (2 fM, 1 fM zun, 2 fM) x3, 57 fM, (2 fM, 1 fM zun, 2 fM) x2 [150]
7. Rd: 5 fM, 1 fM zun, 57 fM, (5 fM, 1 fM zun) x3, 57 fM, (5 fM, 1 fM zun) x2 [156]
8. Rd: 3 fM, 1 fM zun, 3 fM, 57 fM, (3 fM, 1 fM zun, 3 fM) x3, 57 fM, (3 fM, 1 fM zun, 3 fM) x2 [162]
9. Rd: 7 fM, 1 fM zun, 57 fM, (7 fM, 1 fM zun) x3, 57 fM, (7 fM, 1 fM zun) x2 [168]
10. Rd: 4 fM, 1 fM zun, 4 fM, 57 fM, (4 fM, 1 fM zun, 4 fM) x3, 57 fM, (4 fM, 1 fM zun, 4 fM) x2 [174]

10 Runden: 174 fM häkeln

Damit ist der Taschenboden beendet.

Der bunte Teil

Den bunten Teil habe ich in halben Stäbchen gehäkelt, der bunte Teil ist bei mir etwa 32 cm hoch. Auch hier gilt, passe die Tasche deinen Bedürfnissen an.

In diesem Abschnitt habe ich die Farbe immer dann gewechselt, wenn der Restfaden fast aufgebraucht war. Die Fadenenden habe ich jeweils über etwa 5–7 cm mit eingehäkelt. Nur die letzte Runde habe ich seitlich beendet.

Da ich noch genügend Restwolle übrig hatte, habe ich daraus zusätzlich eine Innentasche gehäkelt, die ich direkt in der nächsten Runde mit eingearbeitet habe.

Wenn du also ebenfalls eine Innentasche häkeln möchtest, musst du diese vorher häkeln, bevor du mit der Anleitung weitermachst. Die Anleitung für die Innentasche findest du weiter unten.

Oberer Rand

Bevor ich mit dem Henkel gestartet bin, habe ich noch einen Rand in meiner Basisfarbe Blau gehäkelt. So habe ich eine Verbindung zum Taschenboden geschaffen und dem bunten Abschnitt gleichzeitig einen Rahmen verpasst. Für mehr Festigkeit habe ich diese Runden wieder mit festen Maschen gehäkelt.

Die Innentasche habe ich direkt in der ersten Runde mit eingehäkelt. Dabei habe ich an den Seiten jeweils ein bis zwei Maschen über den Rand der Innentasche mit erfasst, damit sie nicht so labberig absteht.

So habe ich es gemacht:

Lege die Innentasche flach zusammen und markiere dir die seitlichen Maschen. Über diese Markierung hinaus habe ich jeweils ein bis zwei weitere Maschen mit in die Außentasche eingehäkelt.

Markiere dir auch bei deiner Außentasche ungefähr die beiden seitlichen Maschen. So kannst du die Innentasche einigermaßen mittig platzieren.

Halte die Innentasche hinter deine Arbeit und stich beim Häkeln zuerst in die Außentasche und anschließend in die Innentasche ein.

Häkle insgesamt 8 Runden mit jeweils 174 fM in deiner Grundfarbe (bei mir in Blau).

Häkle, bis du wieder ungefähr an einer Seite der Tasche angekommen bist. Jetzt musst du ein bisschen rechnen 😉

Der Henkel

Falte deine Tasche flach zusammen und suche deine beiden seitlichen Maschen. Markiere sie jeweils mit einem MM.

Zwischen den MM müssen jeweils 86 Maschen liegen.

Denn: 2x 86 + 2 = 174 M

Zähle nun von jedem MM 17 M nach links und 17 M nach rechts und setze dort jeweils einen weiteren MM.

Den mittleren MM kannst du danach entfernen. Zwischen den beiden neuen MM liegen jeweils 33 M. Zusammen mit den beiden markierten Maschen sind das insgesamt 35 M.

Häkle nun fM weiter, bis du bei der M mit dem linken MM angekommen bist. Hier beginnt dein Henkel.

Ab jetzt häkelst du in Reihen. In jeder Reihe nimmst du am Anfang und am Ende jeweils eine Masche ab, bis nur noch 11 M übrig sind. (Das müssten insgesamt 12 Reihen sein.)

In der ersten Reihe häkelst du also:

1 fM abn, 31 fM, 1 fM abn

Die letzte Masche der Abnahme sollte jetzt die Masche mit dem rechten MM sein.

Wenn du bei den 11 Maschen angekommen bist, häkelst du weitere Reihen mit jeweils 11 M, bis dein (halber) Taschenhenkel so lang ist, wie du ihn haben möchtest.

Am besten misst du dafür von der Mitte deiner Schulter bis zum oberen Taschenrand, denn auf der anderen Seite musst du die gleiche Strecke noch einmal häkeln.

Wenn du mit der Länge zufrieden bist, kannst du diesen Teil des Henkels abketten.

Dieser Abschnitt muss nicht exakt die Hälfte des gesamten Henkels sein. Die Länge kannst du mit dem zweiten Teil gut ausgleichen, denn am Ende werden beide Teile flach zusammengehäkelt. Es ist also überhaupt nicht schlimm, wenn die „Naht“ nicht exakt in der Mitte liegt.

Wie oben beschrieben, häkelst du nun den zweiten Teil des Henkels.

Suche dir dafür den zweiten Abschnitt mit den MM. Kette in der M mit dem rechten MM neu an und häkle fM bis zum nächsten MM. Danach beginnst du wieder mit den Abnahmereihen, wie oben beschrieben.

Für eine Anprobe kannst du die beiden Henkelteile zunächst mit einer Sicherheitsnadel miteinander verbinden. So kannst du ganz einfach überprüfen, ob dir die Länge gefällt.

Wenn du mit der Länge zufrieden bist, legst du die beiden Enden mit der Innenseite aufeinander (schau dir dazu gerne die Fotos weiter unten an).

Stich nun in die erste M ein und häkle:

1 Km, 1 Lm

Anschließend stichst du in den hinteren Teil ein und häkelst dort ebenfalls:

1 Km, 1 Lm

Das wiederholst du insgesamt 11×, also über alle deine Maschen.

So bekommst du eine schöne und glatte Verbindung, die garantiert nicht drückt, falls die „Naht“ später doch oben mittig auf der Schulter sitzt.

Zum Schluss umhäkelst du beiden Henkelseiten mit festen Maschen. Jetzt musst du nur noch alle nicht eingehäkelten Fäden vernähen.

Viel Spaß mit deiner ‚kleine Erinnerungen‘-Tasche oder Beutel. Da geht jedenfalls ne Menge rein und farblich passt er eigentlich auch immer … es sei denn, du willst zu einem Gala-Dinner, zum Abschlussball oder in die Oper, dann nimm vielleicht doch besser deine Abendtasche 😉.

Wenn dir meine Anleitung gefallen hat, dann freue ich mich immer über einen Kommentar ♥ Da tanzt mein Herz vor Freude ♥ Wenn du möchtest, dann folge mir gerne auch bei Instagram und verlinke mich, wenn du eine Anleitung von mir nachgearbeitet hast. Auf meinem Profil findest du noch weitere kostenlose Häkelanleitungen und ganz viel Häkelinspirationen. Ich freue mich auf dich!

Innentasche

Schlage 68 Lm an und häkle ab der 2. M von der Nd wie folgt um die Lm-Kette herum:

1. Rd: 66 fM, 3 fM in die letzte M, dann auf der Rückseite der Lm-Kette zurück, 65 fM, 1 fM zun [136]
2. Rd: 1 fM zun, 65 fM, 3x 1 fM zun, 65 fM, 2x 1 fM zun [144]
3. Rd: 144 fM

Ab hier habe ich wieder mit halben Stäbchen in Runden und mit individuellem Farbwechsel gehäkelt, bis meine Innentasche ungefähr 14 cm hoch war.

Beende die Innentasche auch wieder seitlich, häkle die beiden letzten M als fM.

Für mich sollte sie groß genug sein, dass mein Geldbeutel und mein Handy reinpassen und auch tief genug sein, dass nicht direkt alles rauspurzelt.

Aber wie schon oben erwähnt, pass das gerne individuell auf deine Bedürfnisse an.


Weitere Inspirationen und Häkelanleitungen findest du auf meinem Blog oder auch bei Instagram.


Weitere Anleitungen um kleine Wollreste zu verarbeiten

Es muss ja nicht immer direkt die große Tasche sein, kleine niedliche Projekte zwischendurch, helfen auch sehr, die Restekiste klein zu halten 🙂

Mini-Bär Häkelanleitung
Häkelanleitung Mini-Osterhase
Mini-Küken
Glückskeks häkeln
Toast
Sommer-Charms - kleine gehäkelte Anhänger